| Funktion des Fahrwerks |
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| Die Feder |
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| Die Dämpfung |
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| Die Gabel Folgendes Bild zeigt einen Schnitt durch eine Gabel (Kayaba) |
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Die Kayaba Gabel ist eine Upside down Gabel
mit einem Cartridge-Dämpfer. Upside down bedeuted, dass sich das äussere,
dickere Gabelrohr oben an der Gabelbrücke befindet während das innere
Rohr unten ist. Bei einer konventionellen Gabel ist dies gerade umgekehrt.
Beide Bauarten haben ihre Vor- und Nachteile. Viel entscheidender auf
das Fahrverhalten ist der innere Aufbau oder allenfalls noch der Durchmesser.
Ein grosser Durchmesser der Gleitrohre (inneres Rohr) ergibt eine verwindungssteiffere
Gabel aber das Ansprechverhalten wird schlechter, da die grösseren Dichtungen
auch mehr Reibung verursachen. Cartridge-Dämpfer bedeuted, das sich im innern der Gabel ein separates Kolben-Zylinder-System befindet, die Kartouche oder Dämpferpatrone. Die Gif-Animation weiter unten zeigt, wie sich die Bestandteile bewegen und wie das Oel fliesst. Dunkelgrau bedeuted: Raum mit erhötem Druck. Für die Druckstufe (Dämpfung beim Einfedern) ist das Bodenventil zuständig: Wenn der Kolben sich in die Patrone hineinbewegt, wird der Raum über dem Kolben grösser, also muss Oel von unten nach oben durch das Kolbenventil strömen. Dort öffnet sich das Rückschlagventil, damit das Kolbenventil dem Oelfluss keinen Widerstand bietet. Die in die Patrone fahrenden Kolbenstange verdrängt Oel im Zylinder, dadurch steigt der Druck in der ganzen Patrone. Das Oel entweicht nun durch das Bodenventil aus der Patrone, welches in dieser Flussrichtung Widerstand bietet und so die Einfederbewegung dämpft. Das Oel fliesst bei langsamen Bewegungen nur neben der Einstellschraube durch. Bei schnelleren Bewegungen steigt der Druck in der Patrone, welcher die Shims des Bodenventils nach unten drückt, was zusätzlichen Querschnitt für den Oelfluss freigibt. Für die Zugstufe (Dämpfung beim Ausfedern) ist das Kolbenventil zuständig: Der Kolben bewegt sich in der Patrone nach oben. Die aus der Patrone fahrenden Kolbenstange gibt wieder Volumen frei. Das Oel strömt durch das geöffnete Rückschlagventil des Bodenventils in die Patrone. Der Raum über dem Kolben wird kleiner, dadurch steigt der Druck über dem Kolben, so dass das Oel durch eine Bohrung die Kolbenstange hoch fliesst. Die Einstellschraube der Zugstufe reguliert diesen Fluss, indem sie bestimmt, wie weit ein im inneren der Kolbenstange geführtes Rohr die Bohrung beim Kolbenventil freigibt. Bei schnelleren Hubbewegungen drückt der höhere Druck im oberen Teil der Patrone zusätzlich die Shims des Kolbenventils nach unten, so dass zusätzlich Oel in den Raum unterhalb des Kolbens strömen kann. |
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| Animation der Gabelbewegungen: |
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Grundsätzlich sind alle geländesporttauglichen Gabeln ähnlich
aufgebaut, denoch gibt es Unterschiede. Können Druck- und Zugstufe oben
eingestellt werden, dafür nur je eines pro Holm, dann hat das Bodenventil
keine Bohrung mit Nadelventil. Beim Holm wo die Druckstufe eingestellt
werden kann, mündet die Bohrung, die in die Kolbenstange führt, in den
Raum unterhalb des Kolbenventils. Neuere Gabeln haben ein geschlossenes Cartridge: Das Oel in und ausserhalb der Patrone sind getrennt, was den Vorteil hat, dass Luft im Holm nicht in die Patrone gelangen kann und so eine konstante Dämpfung garantiert ist. Marzzochi baut eine Gabel, die nicht nur Geschwindigkeitsabhängig dämpft, sondern auch Wegabhängig: Seitliche Bohrungen in der Patrone werden durch den Kolben mehr oder weniger freigegeben, so dass die Dämpfung im eingefederten Bereich stärker wirksam ist als im ausgefederten. |
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| © 2000 Mail : Michael.Zaugg@spectraweb.ch | ||
| Erstellt: 23-apr-99 von Michael Zaugg | ||